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Eseltrecking in der Auvergne / Frankreich

esel wandern Wandernd sich eine Region zu erschließen ist sicherlich eine der intensivsten und eindrucksvollsten Möglichkeiten, aber ...

Welcher Esel schleppt das Gepäck?
Jeder, der häufiger zu Fuß unterwegs ist, kennt das, 12 -15 kg sind es mindestens.

Wir haben die Lösung gefunden: Sylvain, ein ausgestiegener Sozialarbeiter, hat eine kleine Eselsfarm im Herzen Frankreichs. Eine Landschaft, die mich mit ihren Hügeln und alten Bruchsteindörfern, Burgen und Kirchen an die Toskana erinnert, nur dass es kaum Tourismus gibt.

Da jedes Eselchen, welches Sylvain uns zu treuen Händen gab, ca. 60 kg tragen konnte, teilten wir uns zu zweit eins von diesen lieben, zutraulichen und unkomplizierten Tieren.


eselDen Umgang mit Biscotte, der Jüngste der drei, würde ich mal so schildern: er benötigte etwas Geduld, viel Zuwendung und eine konsequente Hand und bedankte sich mit treuen Augen und ständig wedelnden, langen Ohren. Und das Beste: er schleppte alles Zeug klaglos von A nach B.

Auf den Spuren eines kleinen Wanderzirkus probte ich mit ihm einige Kunststücke. Der Sprung durch den Feuerreifen gelang nicht, aber Seilchen und über den Stock hüpfen und sogar sprechen, ich glaube es war französisch. Auf jeden Fall hat er mir mit seinen schönen langen Ohren immer genau zugehört.

Obwohl wir alle unerfahren im Umgang mit Eseln waren, verzichteten wir auf Begleitung und hatten so einen riesigen Spaß mit den Tieren und diese wahrscheinlich auch mit uns.


Natürlich bekamen wir vorher eine kleine Einweisung in Füße putzen (Hufe auskratzen), kämmen (striegeln) und Gepäcksattel auflegen etc., aber nach Erklärung der Route und der Übernachtungsorte ging es eigenverantwortlich los über Stock und Stein.

Da wir mit dem Zelt unterwegs waren, hatten wir eine Menge Krempel, der jeden Morgen nach einem ausgedehnten Frühstück auf die Esel verstaut werden musste. Täglich wanderten wir 15km und benötigten dafür 5 bis 6 Stunden. Wir übernachteten auf wunderschönen Plätzen, ob in kleinen idyllischen Dörfern, bei Familien, in Naturcamps oder Campingplätzen, alle haben uns ausnahmslos super gefallen.


Alternativ kann man sich eine `Gîte d`Etape` als Übernachtungsmöglichkeit wählen, die alle sehr schön liegen. Dabei handelt es sich um kleine Selbstversorgerhäuser mit Küche, WC/Duschen, Aufenthaltsräumen und Schlafräumen (von Doppel- bis Mehrbettzimmern).
Kosten: 10,- bis 15,-€ / Pers / Nacht. Sicher die vom Wetter unabhängigere Lösung.

Es ist ratsam in einer Gruppe von 4 bis max. 12 Personen zu laufen. Das hat den Vorteil, dass die Esel als Herdentiere einander hinterherlaufen und nicht störrisch stehen bleiben.

Es sei denn , Ihr bringt ihnen auch das Plaudern bei, dann können sie sich natürlich absprechen.

Gruppengröße: mind. 4 Pers., max. 12 Pers.

Für feste Gruppen: Termine und Zeiträume nach Absprache

Probiert es aus!
Es ist wunderschön und ihr habt lange etwas zu erzählen !!!